Caracas (top)
Geschichte
von Caracas: Obwohl es heute Mittelpunkt von
Aktivität und Industrie ist, hatte Caracas eine wenig ruhmreiche und turbulente
Geschichte. Die Stadt wurde 1567 als Santiago de León de Caracas gegründet
und 10 Jahre später Venezuelas dritte und letzte Hauptstadt. Befallen von
Piratenangriffen, Erdbeben und Seuchen während eines Großteils der
Kolonialzeit, wuchs die Stadt nur langsam und ohne historischem Interesse. Erst
im 18. Jahrhundert zeigte Caracas die ersten Anzeichen von wirtschaftlichem
und kulturellem Fortschritt, hauptsächlich durch die Gründung der
ersten Universität des Landes und die Entwicklung von Handel und Wirtschaft.
Trotzdem blieb das Wachstum klein, und die Stadt wurde nicht bedeutend modernisiert
- bis zum Regime von Guzmán Blanco ca. 150 Jahre später. In der
Guzmán Ära (1870-1888) wurden einige der ältesten Bauwerke
und Denkmäler der Stadt errichtet, unter anderem das Kapitol, die Santa
Teresa Kirche und das Municipal Theater, die für diese Periode von einzigartiger
Herrlichkeit waren. Dafür wurde Guzmán als El Modernizador bekannt.
Letztendlich war es der Ölboom in den 1920ern und 30ern, der Caracas zum Leben erweckte. Plötzlich gedeihend kam die Stadt unters Messer. Die verbliebene Kolonialarchitektur wurde niedergerissen und Stahl-, Beton- und Glasblöcke wuchsen an ihrer Stelle. 1936 lebten kaum über 200,000 Menschen in der Stadt, 1971 sorgte die Nachkriegseinwanderung für ein Überschreiten der 2 Millionen-Marke. Der Ölwohlstand erreichte nur wenige Leute und die meisten der Zuwanderer fanden sich bald in den ewig wachsenden Barackensiedlungen in den Vorstädten wieder. Caracas heute: Heute ist Caracas ein sich ausbreitender städtischer Dschungel mit 5 Millionen Einwohnern (ein Viertel der Bevölkerung des Landes), wo eindrucksvolle zeitliche Architektur im starken Kontrast steht zu den armen barrios der Vorstädte, die sich an den Talhängen ausbreiten. Caracas breitet sich auf über 20km des Guaira Talbodens aus und ist bei weitem die modernste Hauptstadt des Kontinents und der Brennpunkt von Venezuelas Handel und Industrie. Der 360km² große, Distrito Federal in dem sich die Caraqueños drängen, gleicht einem Bienestock mit einem Reichtum an Einkaufszentren, Hotels, Restaurants, Cafes, Bars, Nachtclubs, Handelsplätzen, Kinos, Theater und Museen. Tourismus: Es gibt drei für Besucher besonders interessante Gebiete: Plaza Bolívar, der Parque Central und die Sabana Grande. Rund um die Plaza Bolívar findet man historische Denkmäler wie die Kathedrale, Simon Bolívars Geburtsstätte und einige von Guzmán Blanco in Auftrag gegebene Gebäude. Der Parque Central bietet futuristische Architektur, Theater, Museen und Kunstgalerien, und der Bezirk Sabana Grande ist bekannt für seine Geschäfte, Bars und Restaurants. Caracas hat einige städtische Parks, botanische Gärten und Zoos, die eine angenehme Abwechslung vom Verkehr und den Massen der Stadt bieten. Um der Stadt wirklich zu entkommen, können Besucher den Nationalpark El Avila besuchen, dessen prächtige, grüne Berge die Stadt überragen.Transport: Fortbewegung in und um Caracas ist kein Problem. Taxis, Busse und por puestos findet man überall. Es gibt auch genügend Mietwagenbüros, vor allem in großen Hotels. Ein ausgedehntes Autobahnnetz durchkreuzt den Talboden und ein modernes, effizientes U-Bahnsystem durchquert das Herz der Stadt. Caracas bietet auch Bus- und Flugverbindungen in fast jeden Winkel des Landes. Der internationale Flughafen, Simon Bolívar, und der nationale Flughafen, Maiquetia, befinden sich beide in der Küstenstadt La Guaira, 28km von der Stadt entfernt. Shuttlebusse verkehren regelmäßig zwischen den Flughäfen und Caracas. Viele Reisebüros sind über die Stadt verstreut und bieten Trips überall hin in Venezuela. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 22°C mit Spitzen von 32°C im Juli und August und "Eiszeiten" mit 9°C im Januar und Februar. Auf einer Höhe von 960m ist das Klima mild und angenehm, die Nächte sind verhältnismäßig kühl. Die Regenzeit dauert von Juni bis Oktober, die Trockenzeit von November bis Mai.
Colonia Tovar
(top)
Colonial Tovar wurde von deutschen Siedlern 1843 gegründet und war jahrelang
von der Außenwelt isoliert. Spanisch wurde dort erst in den 1940ern zur
Amtssprache und die erste Straßenverbindung gab es erst in den 1960ern.
Am Fuß der Küstenberge liegend ist Colonial Tovar bekannt für
seine Straßenmärkte am Wochenende. Auf einer Höhe von 1800m
herrscht in der Stadt ein kühles Klima. Sie kann leicht von der Küste
aus erreicht werden und bietet eine Vielzahl von Hotels und Restaurants, die
auf die deutsche Küche spezialisiert sind. Wanderungen in die umliegenden
Berge sind sehr beliebt. Die Stadt hat viel von ihrer ursprünglichen Architektur
beibehalten.
Amazonas und Urwald (top)
Mit seiner Fläche von 175,500km² macht der Staat Amazonas mehr als
20% der Gesamtfläche von Venezuela aus. Der Staat erstreckt sich südlich
der Mündung des Orinoko und Río Meta und hat im Westen Kolumbien
und im Osten Brasilien als Grenze. Mit seinen dichten Regenwäldern, einem
Labyrinth an Flüssen und den verstreuten Tafelbergen ist Amazonas eine
Gegend mit den verschiedensten Lebensarten und eine der unerforschtesten Regionen
der Welt. Tropischer Regenwald bedeckt den Großteil der westlichen
Niederungen des Amazonas und ist die Heimat für eine Vielfalt an Pflanzen,
unter anderem Lianen, Baumfeigen, Bromelias, Baumfarne, Orchideen und Moose.
Die dichte Dschungellandschaft wird nur von Sümpfen, Wasserwegen und Tafelbergen
(tepuis) unterbrochen. Die isolierten Hochplateaus dieser Tafelberge sind die
Heimat vieler seltener einheimischer Pflanzenarten. Der östliche Amazonas
wird von den bewaldeten Bergen der Sierra Parima dominiert. Der höchste
Punkt in der Gegend ist der Serranía de la Neblina mit einer Höhe
von 3104 m. Die Wasserwege dieser Region sind hauptsächlich Zuflüsse
des Orinoko, der von seiner Quelle in den Sierra Parima Bergen an der brasilianischen
Grenze aus nach Nordwesten fließt. Am Scheitelpunkt des Orinokobeckens
und des Amazonasbeckens liegt der Río Brazo Casiquiare, der einzige Fluß,
der beide dieser großen Flüsse speist. Die üppigen Wälder
sind Heimat einer exotischen Tierwelt. Dazu gehören zum Beispiel Säugetiere
wie der Manatee, Süßwasserdelphine, Riesenotter, Kapuzineraffen,
rote Brüllaffen, Wollaffen, Jaguar, Puma, Ozelot, der Tapir, Hirsche, Wildmeerschweinchen
und Gürteltiere. Die Wälder sind aber auch voll von Vogelarten wie
Aras, Papageien, Tukane, parakeets, tinamou, contingas und Kolibris. Eine Vielfalt
von Reptilien und Amphibien ist ebenfalls in dieser Region zu finden.
Das Hochland von Guayana
(top)
Die
Provinz Guayana umfasst das gesamte venezolanische Gebiet südöstlich
des Orinonco, das ist die Hälfte des ganzen Landes. Die Gegend ist reich
an natürlichen Ressourcen wie Gold, Diamanten, Eisen und Bauxit, und hat
in den letzten Jahren viele Subventionen erhalten, womit es zu der am schnellsten
wachsenden industriellen Region in Venezuela geworden ist. Es gibt unzählige
Lebensräume in Guayana mit verschiedenen, unglaublichen Landschaften -
sie reichen vom Amazonas Dschungel bis zu den Tafelbergen der Gran Sabana -
die Heimat für eine der abwechslungsreichsten Flora und Fauna auf dem ganzen
Kontinent sind. Guayana ist gewöhnlich ins Orinoco Delta, das Guayana Hochland
und den Amazonas geteilt. Für nähere Informationen über diese
Gebiete klicken Sie bitte den entsprechenden Link. Das
Guayana Hochland ist ein felsiges Hochland, das den zentralen Teil Guayanas
südlich des Orinoco Deltas umfasst. Es ist von Guyana im Osten und von
Brasilien im Süden begrenzt. Die Region ist unglaublich reich, verwirrende
Landschaften werden nur durch ihre Verschiedenheit der Flora und Fauna übertroffen.
Die Region beinhaltet den Staat Bolívar und zeigt die fabelhafte Tafelberglandschaft
der Gran Sabana und den höchsten Wasserfall der Welt, die legendären
Angel Falls. Ciudad Bolivar liegt am Südufer
des Orinoco und ist die Hauptstadt des Staates Bolívar mit 261,000 Einwohnern.
Es wurde als Angostura 1764 gegründet und wuchs als Fischereihafen. Erst
durch die Ankunft von Simón Bolívar 1817 machte sich die Stadt
richtig bemerkbar. Angostura wurde ein strategisches Planungszentrum zur Stellung
und Organisation von Truppen nach Schlachten. Und es war hier, wo die Briten,
Iren und Deutschen Simón Bolívars Truppen beitraten, um ihn beim
Kampf für die Unabhängigkeit zu unterstützen. Am 3. Mai 1836
wurde Angostura zu Ehren des größten Helden Lateinamerikas in Ciudad
Bolivar umbenannt. Heute ist die Hauptstadt eine lebhafte, historische Stadt.
Einige koloniale Bauwerke sind heute noch zu sehen und es gibt einige Museen
und andere interessante Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Die bekanntesten
sind Fortín el Zamuro, eine Festung auf einem Hügel vom Beginn dieses
Jahrhunderts, Puente de Angostura, die einzige Brücke über den Orinoco
(1,678m), Jimmy Angels restauriertes Flugzeug, zu sehen am Flughafen und die
Felsmalereien in der Cueva del Elephante südlich der Stadt. Ciudad Bolívar
hat eine Durchschnittstemperatur von 29°C, allerdings gibt es auch kühle
Brisen am Abend. Es gibt viele Hotels, Restaurants und Reisebüros in der
Stadt. Es können Ausflüge zu den Angel Falls, der Gran Sabana, Canaima,
dem Orinoco Delta, dem Amazonas und eigentlich auch jedem anderen Punkt im Land
gebucht werden. Der Flughafen bietet tägliche Flüge nach Caracas und
es gibt Busverbindungen in alle größeren Städte des Landes.
Ciudad Guayana liegt südlich des Orinoco
an der Mündung des Caron. Die Stadt, 1961 gegründet, besteht eigentlich
aus der alten Stadt San Felix und der neuen Stadt Puerto Ordaz, die an je einer
Seite des Caron liegen und mit zwei Brücken verbunden sind. Heute liegt
die Bevölkerungszahl der beiden Städte bei 600,000. San Felix bietet
trotz seiner frühen Wurzeln keine historisch interessanten Plätze.
Puerto Ordaz ist eine relativ neue Stadt mit modernen Bauwerken und Fabriken,
aber trotzdem sauber und sehr wohlhabend. Alles in allem bietet Ciudad Guayana
wenig für Touristen, abgesehen von zwei schönen Wasserfällen.
Es ist aber ein guter Ausgangspunkt für die Gran Sabana und das Orinoco
Delta. Sehenswürdigkeiten sind eher industrieller Natur, wie zum Beispiel
das Macagua Wasserkraftwerk, der Guri Staudamm und die Cerro Bolívar
Mine. Es gibt auch zwei restaurierte Festungen in Los Castillos. In der Stadt
findet man viele gute Hotels und Restaurants. Tägliche Flug- und Busverbindungen
nach Caracas und anderen größeren Städten machen es möglich,
zu anderen interessanten Zielorten zu gelangen.
Santa Elena de Uairén ist die einzige Stadt in der Region. Sie
ist die Hauptstadt der Gran Sabana und hat 8,000 Einwohner. Die Stadt wurde
1922 als Capuchin Mission gegründet und wuchs in den 1930ern mit der Gründung
von Diamantenminen in der Region. Die Stadt hat gute Hotels, Restaurants und
eine Vielzahl an Reisebüros. Sie ist ein guter Ausgangspunkt, um eine Tour
in die Gran Sabana, speziell auf den Roraima, zu buchen. Die Büros bieten
1-7 Tagestouren, von all-inclusive Paketen bis zu nur einem Führer. Die
beliebtesten Sehenswürdigkeiten sind der Roraima und die Gold- und Diamantenminen.
Der Flughafen bietet tägliche Verbindungen nach Ciudad Bolivar, wie auch
der Busbahnhof, der außerdem Verbindungen nach Ciudad Guayana, Porlamar
und über die Grenze nach Boa Vista bietet. Ein gutes Straßennetz
ermöglicht Besuche der umliegenden Gemeinden, aber es können auch
Jeeps gemietet werden, um die Gran Sabana vollständig zu erforschen. 
Die Landschaft der Gran Sabana charakterisiert den Canaima Nationalpark und das Guayana Hochland. Das 35,000km² große Plateau, das größte der Erde, ist mit ausgedehnter Graslandsavanne, tropischen Wäldern und Hochland bedeckt, verstreut sind Tafelberge und Wasserfälle. Eine Straßenverbindung gibt es erst seit 1973 und die Region ist kaum bevölkert. Die meisten Einwohner sind Indianer. Die größte Niederlassung ist die Stadt Santa Elena de Uairén. Es gibt über 100 Tepuis (Pémon für 'Berg', Tafelberg) in der Gran Sabana. Diese oben flachen Berge entstanden, als die weichere Umgebung im Laufe der Zeit erodiert ist, und heute bieten sie die einzigartigsten Lebensräume der Erde. Die Tierwelt auf der Oberfläche hat sich in vollkommener Isolation entwickelt, und über 2,000 Pflanzenarten leben nur in dieser 'außerirdischen' Felslandschaft. Die Angel Fälle, die höchsten Wasserfälle der Welt, sind zweifellos die bekannteste Touristenattraktion in Venezuela. Die Fälle sind 979m hoch und stürzen vom regenwaldbedeckten Plateau des Auyántepui, der auf Pémon 'Berg des Gott des Bösen' bedeutet. Mit einem ununterbrochenen Tropfen von 807m ist es auch der längste Tropfen der Welt. Das Wasser fällt in den Canón del Diablo (die Teufelsschlucht), einer gigantischen Schlucht, die fast den Auyántepui die zwei Teile teilt. Die Fälle sind nach dem amerikanischen Flieger und Forscher Jimmy Angel benannt, der auf der Fläche des Auyántepui 1937 landen konnte, nachdem er zwei Jahre zuvor die Wasserfälle mit seinem Flugzeug gesehen hatte. Das Flugzeug blieb aber im Sumpf stecken und er konnte nicht weiterfliegen. Angel und seine drei Begleiter mussten elf Tage lang die Felswand nach unten klettern und einen Pfad durch den Dschungel schlagen, bis sie endlich bei einer Mission im Kamarata Tal ankamen. Obwohl die Entdeckung der Fälle Jimmy Angel zugeordnet ist, gebühren die eigentlichen Lorbeeren Ernesto Sánchez, einem pensionierten Marineoffizier, die die Fälle schon 1910 besucht und skizziert hatte. Die Seiten des Tafelberges sind mit Wald und reicher Pflanzenwelt bedeckt. Baumstämme und Äste bieten Platz für Epiphyten wie bromeliads und Orchideen. Die feuchte Luft und Höhe bieten perfekte Konditionen für viele Arten, wie Lianen, Palmen, heliconias, Moose, Farne, Pilze und lichens. Canaima, ein kleines Pemón Indianerdorf ist heute berühmt als Ausgangspunkt zu den Angel Fällen. Es liegt wunderschön 50km südwestlich der Fälle, an einem Teil des Río Carrao, bekannt als Laguna Canaima, einem schönen, strandgesäumten See. Obwohl es eine kleine Niederlassung bleibt, ist Canaima gehörig gewachsen, seit es dort ein Touristencamp und einen Flughafen gibt. Es gibt einige bekannte Wasserfälle in Canaima, den Salto El Sapo, Salto El Sapito und Salto El Yuri. Bootsausflüge rund um den Canaima See sind genauso möglich wie Wanderungen in den Dschungel. Die Angel Fälle sind aber bei weitem die Hauptattraktion. Es ist am besten, die Fälle in der Regenzeit zu besuchen, da führen sie am meisten Wasser. Nachdem es keine Wanderwege zu den Fällen gibt, müssen Besucher einen Boots- oder Flugtrip buchen. Flugzeuge starten in Canaima und umkreisen die Fälle 45-60 Minuten lang. Bootsausflüge gibt es nur während der Regenzeit (November bis Juni), wenn die Wasserstände hoch sind. Es gibt viele Reiseanbieter mit 1-3 Tagesauflügen zu den Fällen und anderen Sehenswürdigkeiten mit Verpflegung, Führungen und Unterbringung (Zimmer oder Hängematten auf der Isla la Orquídea) und Transport mit dem Boot. Bei manchen Tagesausflügen ist auch möglich, nur für den Transport zu bezahlen. Unterbringung in Canaima variiert von Zimmern (nur in Verbindung mit einem Paket) bis zu kleinen Hotels oder Hängematten. Campen am Strand ist gratis erlaubt. Es gibt nur wenige Restaurants und Geschäfte, die nur die wichtigsten Dinge zum Kauf bieten. Canaima kann nur durch die Luft erreicht werden, es gibt keine Landverbindung. Es gibt tägliche Flüge von und nach Caracas, Porlamar und Puerto Ordaz, weniger oft Flüge nach Santa Elena de Uairén und Ciudad Bolívar, das auch ein guter Ausgangspunkt für einen Trip zu den Fällen ist. Südlich vom Auyántepui gelegen ist Kavak ein weiterer Ausgangspunkt, um die Angel Fälle zu besuchen. Es ist ein von Indianern betriebenes Ressort mit einer kleinen Flugpiste und bietet tägliche Flüge zu den Fällen. Ein anderer beliebter Ausflug von Kavak führt zur Kavak-Schlucht und La Cueva Fällen. Kavak ist in der Trockenzeit als Alternative zu Canaima beliebt, weil die Wasserstände höher bleiben.
Der Berg Roraima liegt an der Grenze zu Brasilien und Guyana. Der massive Tafelberg, dessen Plateau auf 2,700m, sein Gipfel auf 2,810m liegt, zählt zu den größten des Kontinents und wurde 1884 erstmals bestiegen. Der Roraima, was in der Sprache der Pémon Indianer "die große, immer fruchtbare Mutter der Ströme" heißt, ist dramatisch und eigenartig in seiner Erscheinung. Schwarze Felsen, verschleiert im Nebel und überzogen mit lichens und Moosen dominieren die Landschaft und formen farbige Steinbecken mit kleinen Stränden und umgeben von schönen Blumen. Die faszinierende Landschaft und der relativ leichte Aufstieg machen den Berg zu einem sehr beliebten Touristenziel. Ausflüge dauern mindestens fünf Tage und beinhalten lange Wanderungen und Camping am Gipfel. Einfache Unterbringung ist in den umliegenden Niederlassungen möglich. Roraima kann von San Francisco de Yuruaní (69km nördlich von Santa Elena) und Paraítepui aus erreicht werden. Es gibt auch Busse von Ciudad Guayana und Santa Elena. All-inclusive Pakete können in Santa Elena, Caracas, Ciudad Bolivar und Canaima gebucht werden. Die Trockenzeit ist von Dezember bis April, obwohl die Plateaus das ganze Jahr über wolkig und feucht sein können. Der Canaima Nationalpark ist einer der sechs größten Nationalparks der Welt. Mit einer Fläche von 300,000km² und einer vertikalen Ausdehnung von 400 - 2,400m umfasst der Park die Laguna Canaima, das Carrao Becken, die Berge der Sierra de Lema, die Gran Sabana und die Angel Fälle. Die Landschaft des Parks ist dramatisch und kontrastreich. Massive geologische Verschiedenheit und Höhenunterschiede bieten eine Vielzahl an Lebensräumen, die sich in einer üppigen Flora zeigen. Die Savanne reicht von trockenem Grasland bis zu Sumpfland mit Moriche Palmen. Die feuchte Luft des Regenwalddaches ist die Heimat für bromeliads, Baumfarne und lichens. Der Park ist charakterisiert von Tafelbergen, hauptsächlich in der Gran Sabana, die eine erstaunliche Kulisse bei Sonnenauf- und Untergängen bieten. Der Park hat auch eine exotische Tierwelt. Jaguar, Puma, Ozelot, Bush-dog, Brillenbär, Riesenotter, Tapir, Gürteltier, Wasserschwein, brocket deer, agouti, Riesenameisenbär, raccoon, peccary, tree porcupine, Faultier und capuchin, Brüllaffen und stripey-faced Affen sind nur Einige der unzähligen Säugetierarten der Region. Canaima ist berühmt für seine Menge an Vogelarten, darunter der Tukan, macaws, Papageien parakeets, cock-of-the-rock, banaquit und Kolibris. Es gibt außerdem viele Arten an Reptilien und Amphibien, wie Chamäleons, Kaimane, iguanas, Baumfrösche und viele Schlangenarten. Die Durchschnittstemperatur reicht von 10-21°C, abhänging von Höhe und Jahreszeit, die Trockenzeit ist von Januar bis März. Der Jaua-Sarisarinama Nationalpark liegt in der südöstlichen Ecke der Region und bedeckt 330,000ha. Die drei großen Tafelberge der Region sind bekannt für ihre Höhlen. Geformt von unterirdischen Wasserwegen sind sie wahrscheinlich die ältesten Höhlen des Kontinents. Es gibt eine große Zahl an Lebensformen, darunter auch viele endemische Arten. Der Zutritt zum Park ist nur wissenschaftlichen Forschern erlaubt.
Los Llanos
(top)
Die Llanos
(Ebenen) sind eine riesige Savanne, die sich westlich des Orinokodeltas bis
zu den Anden und südlich bis nach Kolumbien hinein erstrecken. Sie umfassen
die Bundesstaaten Portugesa, Cojedes, Arauca, Barinas, Guárico und Apure
und nehmen mit etwa 300.000 km2 fast ein Drittel des ganzen venezolanischen
Territoriums ein. Sie bestehen sowohl aus Hoch- als auch aus Tiefebenen, sind
hauptsächlich mit von einigen Waldgebieten durchsetztes Grasland und werden
von unzähligen Flüssen geteilt, die alle ins Orinokobecken fließen.
Die Hochebenen, durchbrochen von Bergen und Plateaus erstrecken sich westlich
der Anden und in die Zentralregion, die flachen Tiefebenen bedecken die westlichen
und südlichen Regionen des Landes bis hin zum Orinokodelta. Reisebücher
beziehen sich allerdings meistens nur auf die Hochebenen, wenn sie die Region
"Los Llanos" beschreiben. In diesem riesigen Gebiet gibt es drei Nationalparks:
Río Viejo in den westlichen Llanos in der Nähe der Anden, Aguaro-Guariquito
im Bundesstaat Guarico und Cinaruco-Capanaparo im östlichen Teil der Llanos.
Insgesamt bedecken die drei Nationalparks eine Fläche von 1.250.000 ha.
Flora and Fauna: Die Llanos sind
Landschaft mit einem fantastischen Artenreichtum in der Tierwelt, was sie zu
einem beliebten Reiseziel für Touristen und wissenschaftliche Exkursionen
machen. Etwa 350 Vogel- und über 50 Säugetierarten sind in den Llanos
beheimatet. Man unterscheidet drei verschiedene Landschaftsarten in den Llanos,
die Feuchtgebiete, die Waldgebiete und die Savannen. In den Feuchtgebieten findet
man verschiedene Reiherarten, Störche, Ibisse, Eisvögel, und Kormorane,
Wasserschweine, Seekühe, Süßwasserdelfine, und Kaimane, Anacondas
und Piranhas. Die Waldgebiete, die sich entlang der Flüsse ziehen, beheimaten
Aras, Webervögel, den Hoatzin, Brüllaffen und Kapuzineräffchen,
das Ozelot, Leguane, Boas und Mapanare. In den Savannen findet man unter anderem
Habichte, Falken, Bussarde, Adler und Geier, den Jaguar, Puma, Steppenfuchs,
Ameisenbär, und Vampirfledermäuse. Die Llanos haben ein sehr extremes
Klima. Von Mai bis Dezember gibt es heftige Niederschläge, die Luft wird
feucht und stickig, die Flüsse schwellen an und treten über ihre Ufer,
wobei sie oft die gesamte Tiefebene überschwemmen. Im Januar beginnt die
Trockenzeit. Die Feuchtigkeit weicht trockenen Winden, die Flüsse gehen
zurück und das Land ist trocken und ausgedörrt. Die jährliche
Durchschnittstemperatur liegt bei 27ºC.
Coro
(top)
Coro ist
die Hauptstadt des Bundesstaates Falcón (trockenste Bundesstaat), früher
Provinz Venezuela, liegt am tiefsten Punkt der Penïnsula de Paraguayaná.
Besonders stolz ist Coro auf seine wundervoll restaurierten Herrenhäuser
aus dem 17. Jahrhundert, die der Stadt zur Ernennung zum Weltkulturerbe durch
die UNESCO eingebracht hat. Coro bedeutet in Arawak "Wind", und dieser
bläst auch recht kräftig aus Richtung Osten und hält die mächtigen
Wanderdünen (médanos) entlang dem knapp 30km langen und nur 5km
breiten Küstenstreifen in Bewegung. Die Dünen gehören zum Nationalpark
Los Médanos de Coro.
Isla Margarita
(top)
Wo
die Sonnenuntergänge filmreif sind, sich Touristen aus aller Welt an den
Stränden aalen und Venezolaner ihr Einkaufsparadies gefunden haben - da
liegt Isla Margarita, die sonnengeküsste Insel, nördlich vom venezolanischen
Festland. Am Wochenende und in den Ferien zieht es die kauflustigen Venezolaner
unweigerlich nach Margarita, da die Insel als zollfreies Gebiet günstige
Einkaufsmöglichkeiten für Parfums, Spirituosen, Elektrogeräte,
Kleidung und importierten Käse bietet. Hängematten, Körbe und
Töpferwaren sind wohl für Ausländer die begehrteste Ware. Die
wohl beste Attraktion ist der kilometerlange Sandstrand, die den Aufenthalt
auf Margarita unvergesslich werden lassen.
The North Coast
(top)
An der Nordküste liegen sehr viele schöne Strände. Etwas außerhalb
des Nationalparks Henri Pittier liegen die beliebten Strände Cata, Cuyagua,
Choroní und Puerto Colombia, alle mit feinem, weißen Sand und üppiger
Vegetation. Unterkünfte sind vorhanden, und man kann Boote zu den nahegelegenen
Stränden Copo, Oricao und Aroa mieten, die auf dem Landweg nicht erreichbar
sind. Im Westen des Bundesstaates Carabobo liegt der ausgedehnte weiße
Sandstrand Patanemo, wo es auch Campingmöglichkeiten gibt. Henri
Pittier National Park: Der schweizer Biologe
Henri Pittier war der erste, der die ökologischen
Probleme Venezuelas und die Notwendigkeit, die Ökosysteme zu schützen,
aufgezeigt hat. Dank seinen Leistungen entstand ein Nationalparksystem. 1937
wurde die Gebirgsregion entlang der Nordküste Venezuelas erster Nationalpark.
Ursprünglich Rancho Grande benannt, wurde er 1953 in la Parque Nacional
Herni Pittier umgetauft. Der Park bedeckt eine Fläche von 107,800ha und
erstreckt sich südlich der Karibikküste in die Berge bis fast nach
Maracay. Seine dramatische Topografie ist charakterisiert von steilen Hängen,
die mit
Laubwäldern und tropischen Wäldern bedeckt sind. Der Nationalpark
Morrocoy ist eine andere schöne Gegend
der Karibik. Der Park erstreckt sich östlich des Staates Falcón
und umfasst 32.090 ha Koralleninseln, Riffe und Teile des Festlandes. Für
weitere Information über den Festlandteil des Nationalparks klicken Sie
auf den Link zum Nordwesten. Der Park wurde 1974 gegründet. Seine ruhigen,
blauen Gewässer, zahlreiche Korallengärten und einsame Strände
ziehen einheimische ebenso wie ausländische Touristen an. Der Park ist
für
seine Vogelwelt berühmt, Pelikane,
Kormorane und viele andere Arten können hier beobachtet werden. Austernbänke
entlang der Mangrovenstrände und üppige Fischvorkommen laden zum Tauchen
und Schnorcheln ein. Zahlreiche tropische Fische in allen Farben tummeln
sich im Meer. Auch Wasserskifahren wird immer beliebter. Die meistbesuchte Insel
ist Cayo Sombrero, die an Wochenenden und in Ferienzeiten aber oftmals überfüllt
ist. Um die Inseln des Nationalparks zu erkunden, können von den beiden
Orten Tucacas und Chichiriviche auf dem Festland Boote gemietet werden. Bei
niedrigem Wasserstand ist es sogar möglich, zu Fuß von einer Insel
auf die andere zu kommen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf den
Inseln nicht, wenn man genügend Proviant und Trinkwasservorräte mitnimmt,
kann man jedoch campen.
Der
Nationalpark Mochima
erstreckt sich entlang der westlichen Küste des Staates Sucre und umfasst
etwa 94.935 ha Küste und Meer. Innerhalb seiner Grenzen befinden sich die
Inseln Los Borrachos, Las Chimanas, Las Caracas, Isla de Plata, Isla de Monos
und Picuda Grande. Für weitere Information über den Festlandteil des
Nationalparks klicken Sie auf den Link zum Nordosten. Die meisten der Inseln
im Nationalpark Mochima sind rauhe Felseninseln mit spärlicher Vegetation.
Es gibt allerdings auch einige bewaldete Inseln mit herrlichen, weißen
Sandstränden mit Kokospalmen und Korallenriffen.Wie alle Karibikinseln
gibt es eine üppige Meeresfauna und Delfine können häufig beobachtet
werden. Die von Giano bedeckten Inseln Gao und Ratón sind Heimat vieler
Seevögel und auch Geier sind hier ein alltäglicher Anblick. Mochima
hat eine Durchschnittstemperatur von 25°C und die Regenzeit ist von Juli
bis Oktober. Der Großteil der Inseln ist unbewohnt, aber an Wochenende
kann - vor allem auf der Isla de Plata - sehr viel los sein. Die westlichen
Inseln sind von Puerto La Cruz aus leicht zugänglich, die östlichen
können von Guanta aus erreicht werden. Die Riffs sind hervorragend zum
Tauchen und Schnorcheln. Ausflüge können in Puerto la Cruz gebucht
werden, Fischerboote können für Tagesausflügean
fast allen Stränden gemietet werden. Der Archipel
Los Roques ist wahrscheinlich die meistbekannte
von Venezuelas karibischen Inseln. Los Roques liegt 170km nördlich von
Caracas und ist ein Atoll aus Riff-Inseln, Flut-Inseln und Riffen rund um die
Laguna Central. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Lebensformen rund ums
Riff und deshalb wurde die Gegend 1972 zum Nationalpark
erklärt. Mit einer Fläche von 225,153ha
ist der Archipel Venezuelas größter Wasserpark. Die Inseln sind vonstrahlend
weißem Sand umsäumt und bei Ebbe ragen fingerähnliche Sandbänke
ist türkisfarbene Meer. Das Wasser rund um die 19 km Korallengärten
ist kristallklar und bietet fantastische Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten.
Die Küsten, mit ihren eingestreuten Mangroven, bieten einen starken Kontrast
zum unfruchtbaren Gras und trockenen Gestrüpp im Landesinneren. Der Archipel
hat eine jährliche Durchschnittstemperatur von 29°C, dabei bleiben
die Nächte aufgrund der regionalen Brisen aber eher kühl. Die Temperatur
erreicht im Juli ein Spitze von 34°C und im Januar einen Tiefpunkt von 24°C,
gelegentlich gibt es Regen von September bis Januar.
The Andes
(top)
Die
Anden sind einer der größten Gebirgszüge der Welt, und das Rückgrat
von Südamerika. Die venezolanischen Anden, 400km lang und 50-100km breit,
beginnen in Barquisimeto und laufen durch die Staaten Trujillo, Mérida
und Táchira, bevor sie die kolumbianische Grenze erreichen. Die zerklüfteten
und felsigen Gipfel, schimmernde Eisseen, kahle Hochebenen und schneebedeckte
Spitzen schaffen eine erstaunliche Landschaft, die typisch für die Anden
ist. Die Berge teilen sich in zwei große Ketten, die parallel zueinander
verlaufen: die Sierra Nevada de Mérida und die Sierra de la Culata. Beide
wurden zu Nationalparks erklärt. Im Tal zwischen den nördlichen und
den südlichen Sierras liegt Mérida,
die Hauptstadt des Bundesstaates Mérida. Mit einer Seehöhe von 1,640m
ist sie die höchstgelegene Hauptstadt des Landes. Mérida wurde 1558
von einem Forscher aus dem heutigen Kolumbien (damals Neu-Granada) gegründet
und blieb bis 1777 unter kolumbianischer Herrschaft. Es war die Stadt, die Simon
Bolívar den Namen El Libertador (Der Befreier) gegeben und das erste
Denkmal zu seinen Ehren errichtet hat. Heute ist Mérida Venezuelas bekanntestes
Ziel für Tramper und Touristen und hat viele Hotels und Restaurants. Es
ist ein lebhafter, kultureller Ort mit einer großen Universität und
zahlreichen architektonischen Denkmälern, die die reiche koloniale Vergangenheit
der Stadt veranschaulichen. Mérida ist auch ein guter Ausgangspunkt,
um Ausflüge in die Berge zu organisieren.