| Hauptstadt: | Merida, 1558 gegründet |
| Population: | ca. 700,000 Personen (im Jahr 2001) |
| In der Stadt Merida: | ca. 240,000 Personen |
| Geodätische Höhe: | 1,650 müNN |
| Oberfläche: | 11,300 km2 |
| Ausdehnung: | 3.2 km breit, 6 km lang |
| Lage: | 680 km südwestlich von Caracas oder, 1 Stunde per Flugzeug oder 12 Stunden per Auto |
| Klima: | Durchschnittstemperaturen 25ºC während des Tages und 13ºC in der Nacht |
| Durchschnittstemperatur: | 19ºC |
| Flughafen: | Im Zentrum von Mérida (MRD), zusätzlich in El VigÌa (VIG) 1.5 Autostunden und Barinas (BNS) 3.5 Autostunden |
| Telefonvorwahl: | 0274 (Plus Ländercode ++58) |
Die
Andenbewohner: Die Leute der Anden sind als Andinos
bekannt. Mit ihren dicken Wollpullovern oder Schals sind sie als sehr freundlich
und entspannt bekannt. Viele Kunsthandwerker leben und arbeiten in der Region
und verwenden Material aus der nahen Umgebung, wie Wolle oder Ton, für ihre
Kunstgegenstände, die ihr kulturelles Erbe charakterisieren. Viele Andinos
bebauen ihr Land, züchten Kartoffeln, Weizen, Mais und Zuckerrohr an den
Berghängen. Andinos sind andächtige Christen, und ihr traditioneller,
schroffer Lebensstil hat sie zu ikonischen Figuren der venezolanischen Folklore
gemacht. National Parks der venezolanischen
Anden: Fast eine Million Hektar der venezolanischen
Anden wurden zu Nationalparks erklärt. Es gibt insgesamt acht Nationalparks
in der Andenregion, wovon die bekanntesten Sierra Nevada und Sierra de la Culata
sind. Der Nationalpark Sierra Nevada wurde 1952 gegründet und bedeckt 276,446
ha der Anden, darunter auch die kleinere Bergkette von Santo Domingo. Der Park
beinhaltet außerdem die höchsten Gipfel des Landes: Pico Bolívar
(5007m), Pico Humboldt (4942m), Pico La Concha (4920m) und Pico Espejo (4765m),
auf welchen die längste und höchste Seilbahn der Welt führt. Der
Nationalpark La Culata umfasst eine Fläche von 200,400 ha mit dem merkwürdigen
páramo de piedras blancas an seinem höchsten Punkt. Die restlichen
Nationalparks in den Anden sind Dinira, Guaramacal, Páramos Batallón
y La Negra, Chorro El Indio, El Tamá und Tapó-Caparo. Die
Parks in den Anden bieten verschiedenste Landschaften innerhalb des beachtlichen
Höhenunterschieds ihrer Gipfel und Täler. Subtropische Wälder verteilen
sich in den Niederungen, Wolkenschichten bedecken die höheren Hänge
und oberhalb von 3,300 m liegt offenes Heidemoor, bekannt als die Páramos,
das sich bis zum ewigen Schnee der Gipfel ausstreckt. Zu den Säugetieren
innerhalb dieses facettenreichen Ökosystems gehören unter anderem der
Puma, der Jaguar, der Fuchs, der rote Brüllaffe, der Waschbär, das Stachelschwein
und der gefährdete Brillenbär. Forellen und Lachse laichen in den Flüssen.
An Vögeln findet man unter anderem den Adler, den Papagei, den Kolibri, den
Quetzal, die Eule, den Eichelhäher, den Pieper, den Ziegenmelker und den
Tukan ebenso wie den Andinischen Kondor, der erst vor kurzen wieder ins Land gebracht
wurde. Die Pflanzenwelt ist genauso vielfältig. Tausende verschiedene Arten
wurden bis jetzt identifiziert, unter anderem verschiedene Arten von Farnen, Pinien,
Orchideen, Bromelia und Flechten. Der berühmte frailejón (espeletia)
ist die typische Pflanze der Páramos. Über 40 verschiedene Arten dieser
großen, beige-blättrigen Pflanze wachsen in dieser Gegend und blühen
mit gelben Blüten von September bis Dezember. Abgesehen
davon, daß sie ein Paradies für Botaniker und Wildlife-Enthusiasten
sind, bieten die Anden die weitaus besten Möglichkeiten im Land für
Abenteuersportarten. Eine Vielzahl von Aktivitäten wird angeboten, z.B. Wandern,
Trekking, Bergsteigen, Klettern, Paragleiten, Fischen, Reiten, Campen und Mountainbiken.
Alles kann bei verschiedenen Reisebüros gebucht werden. Es
gibt zwei "Haupteingänge" in die Sierra Nevada. Der eine ist das
Dorf Los Nevados im Norden, das mit einer Seilbahn von Barinitas oder mit einem
Jeep von Mérida aus erreicht werden kann. Der andere ist La Laguna Mucubají
im Süden, gleich neben der Straße nach Santo Domingo. Sierra de la
Culata ist am besten von der Stadt La Culata zu erreichen. Jeeps, die für
Routen abseits von gewöhnlichen Wegen unbedingt zu empfehlen sind, können
auch ohne Fahrer gemietet werden. Um in den Park fahren zu dürfen, ist eine
Erlaubnis von einem